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Anlässlich der heutigen Demonstration von Kroaten in Berlin vor dem Auswärtigen Amt und der weltweiten Protestaktionen von Diaspora-Kroaten in Melbourne und New York gegen das erstinstanzliche Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien (ICTY) gegen die beiden kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač, erklärt der Kroatische

Weltkongress in Deutschland (KWKD):
- Der allergrößte Teil der ca. 400.000 Menschen mit kroatischen Wurzeln in Deutschland, die zu der am Besten integrierten Migrantengruppe gehören, wollen ein positives Bild des Protests gegen das ICTY-Urteil setzen. Mit dieser Demonstration wollen wir auf die Ungerechtigkeit des ICTY-Urteils der UN aufmerksam machen, dass die Selbstverteidigung Kroatiens von 1995 kriminalisiert. Wir kritisieren nicht Deutschland oder die deutsche Politik, fordern jedoch
Deutschland auf, zu einer gerechten Wahrheitsfindung beizutragen.

- Kroatien hatte das legitime Recht, seine Unabhängigkeit und territoriale Integrität zu verteidigen sowie die verfassungsmäßige Ordnung innerhalb seiner Grenzen wiederherzustellen. Der UNSicherheitsrat hat die Staatsgrenzen Kroatiens (ehem. jugoslawische Republik-Grenzen) bereits 1993 anerkannt. Kein einziger kroatischer Soldat hat jemals Serbien betreten (nur als Kriegs-Gefangene). Erstmals in der Menschheitsgeschichte wird einer siegreichen Armee der Prozess gemacht. Das Recht auf Selbstverteidigung wurde mit diesem Urteil außer Kraft gesetzt.

- Das Urteil ignorierte die Ursachen des Konflikts: Als Reaktion auf Kroatiens Unabhängigkeitserklärung 1991 und die internationale Anerkennung hatte die serbische Minderheit in Kroatien damals die illegale "Republik Serbische Krajina" ausgerufen. Serbische Freischärler und die jugoslawische Volksarmee setzten sich die ethnische "Säuberung" und die Angliederung kroatischen Territoriums an Serbien zum Ziel. Die Folgen: 15.000 kroatische Todesopfer (davon 300 Kinder), 180.000 zerstörte Häuser, Tausende zerstörter Kirchen, 33 Mrd. Euro Kriegsschäden, ein Drittel des kroatischen Staatsgebiets wurde okkupiert. Nach jahrelangen Vertreibungen von insgesamt ca. 100.000 Kroaten, massenhaften Morden an Zivilisten, Bombardierungen und erfolglosen Verhandlungen mit den aufständischen Serben folgte im Sommer 1995 die legitime Befreiungsaktion der kroatischen Streitkräfte.

- Die Flucht der serbischen Zivilisten, Soldaten und Freischärler wurde aus Serbien koordiniert, und von den lokalen serbischen Machthabern befohlen und durchgeführt. Entsprechende Evakuierungsübungen wurden bereits einen Monat vor der Operation „Sturm“ durchgeführt. Milosević wollte die eroberten, und von Nicht-Serben „gesäuberten“, Gebiete in Bosnien & Herzegowina und im Kosovo besiedeln. „Ethnische Säuberung“, die der kroatischen Armee vorgeworfen wird, bedeutet, dass eine Armee die Zivilbevölkerung von einem Territorium vertreibt. In diesem Fall ist die serbische Bevölkerung evakuiert worden und hat das Territorium vor dem Beginn der militärischen Befreiungsaktion bzw. Eintreffen der kroatischen Truppen verlassen.

- Ignoriert wurde, dass die legitime militärische Befreiungsoperation „Sturm“ entscheidend zur Beendigung des Krieges auf dem Balkan beigetragen hat. Durch den anschließenden Sieg über die Armee der bosnischen Serben wurde die Belagerung der Stadt Bihać beendet und ein weiterer Massenmord an Bosniaken, wie in Srebrenica, verhindert. Das bestätigten alle Militärexperten, die vor dem ICTY-Tribunal aussagten.

- Niemand stellt in Frage, dass es während der legitimen Befreiungsaktion der kroatischen Armee zu bedauerlichen Kollateral-Schäden und Racheakten gekommen ist. Vor dem Hintergrund der Größe der militärischen Aktion, der Ausbreitung des befreiten Territoriums sowie des Umfangs der beteiligten Truppen sprechen Militärexperten von vergleichsweise sehr geringen Opferzahlen.

- Nach der Konstruktion des ICTY vom "gemeinsamen verbrecherischen Unternehmen" müssten alle derzeitigen Kriege auf der Welt und alle internationalen Interventionen, ob unter UN- oder NATO-Mandat, zu Anklagen gegen Staatspräsidenten, Regierungen sowie Militär- wie Polizeibefehlshabern führen. Für kleine Völker gelten jedoch offensichtlich andere Maßstäbe.

Die Demonstration unterstützten folgende Organisationen:

Kroatischer Weltkongress in Deutschland, Kroatische katholische Mission Berlin, Verband kroatischer Vereine Berlins e.V., HČSP Bosnien & Herzegowina, Freunde de kroatischen Ergänzungsschule e.V., HDZ Stjepan Radić Berlin e.V., SD Croatia Berlin e.V., Heimatverein Tijarica e.V., Kroatische Kultur-, Kunst- & Sportgemeinde Berlin e.V. und Heimatverein Brodjani e.V.

Über den Kroatischen Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD):
Als Dachverband mit ca. 100 Mitgliedervereinen ist der Kroatische Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD) ein freiwilliger Zusammenschluss der kroatischen Vereine und Körperschaften in Deutschland. Er hat die Aufgabe, den Integrationsprozess der Kroaten im Gast- und neuen Heimatland zu fördern, aber auch das kulturelle und geistige Erbe der Kroaten zu bewahren. Der KWKD vertritt die Interessen von ca. 400.000 Kroaten und kroatischstämmigen Menschen in Deutschland; die fünftgrößte Migrantengruppe Deutschlands überhaupt und die größte Ex-Jugoslawiens. Seine Vorstandsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und überparteilich.

Der KWKD wurde in den Bundesbeirat für Integration berufen und vertritt die kroatische Migrantengruppe beim Integrationsgipfel im Kanzleramt und beim Integrationspolitischen Dialog der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.
Kontakt für Presseanfragen:

Mijo Marić, Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V.; Leonhardtstr. 17, 14057 Berlin, www.cwc-hsk.de
Tel.: +49(0)30 3497 3582; Fax: +49(0)391-25 88 16 88, Mobil: +49(0)151-1210 8224; Ova e-mail adresa je zaštićena od spambota. Potrebno je omogućiti JavaScript da je vidite.

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