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Kroaten aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet demonstrieren am Samstag, den 14.05.2011 um 15:00 Uhr am Römer gegen das Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien; weitere weltweite Protestaktionen von Diaspora-Kroaten in Stuttgart, München, Bonn, Ottawa und Den Haag in Vorbereitung.

Der Kroatische Weltkongress in Deutschland ruft in Zusammenarbeit mit kroatischen Vereinen des gesamten Rhein-Main-Gebietes am Samstag, den 14. Mai 2011 um 15:00 Uhr am Römer in Frankfurt am Main zur Demonstration gegen das Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien (ICTY) auf.

Auch zwei Wochen nach dem erstinstanzlichen Urteil des ICTY in Den Haag gehen weltweit Kroaten auf die Straßen, um ihre Stimme gegen die Verurteilung der kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač zu erheben. Ca. vier Millionen Diaspora-Kroaten weltweit wehren sich gegen die Diskreditierung einer legitimen militärischen Befreiungsaktion von Besatzern als "gemeinsame kriminelle Unternehmung“. Ende April protestierten bereits um die 500 Menschen in Berlin vor dem Auswärtigen Amt in Berlin; Tausende kroatisch-stämmige Menschen gingen in Sydney, Melbourne, New York und Los Angeles auf die Straße. In Frankfurt/Main werden ebenfalls Tausende kroatische Staatsbürger erwartet, die Ihren Unmut über die Gerichtsbeschlüsse bekunden wollen. Weitere Protestaktionen sind in Stuttgart, München und Bonn in Vorbereitung.

Mit einer der größten Demonstrationen von Kroaten in Deutschland nach 1991 will der allergrößte Teil der ca. 400.000 Menschen mit kroatischen Wurzeln, die zu den am Besten integrierten Migranten der Bundesrepublik gehören, ein positives Bild des Widerstands setzen. Die Ungerechtigkeit des ICTY Urteils, mit der die Selbstverteidigung Kroatiens von 1995 kriminalisiert wird, soll publik gemacht und die deutsche Öffentlichkeit für die Thematik sensibilisiert werden.

Aufgerufen haben insbesondere Kroaten der zweiten und dritten Generation der fünftgrößten Migrantengruppe Deutschlands, junge Hochschulabsolventen und Intellektuelle. Die Demonstration unterstützen die größten politischen, kulturellen und sportlichen Vereinigungen der Kroaten im Rhein-Main-Gebiet sowie die kroatischen katholischen Gemeinden aus der Region.

Für Interviewanfragen und weitere Auskünfte steht Ihnen Hr. Mijo Marić (Vorsitzender Kroatischer Weltkongress in Deutschland, Vice President for Europe - Croatian World Congress) zur Verfügung (Tel: 030-3497 3582).

Hintergrund: Als Reaktion auf Kroatiens Unabhängigkeitserklärung 1991 und die internationale Anerkennung hatte die serbische Minderheit in Kroatien die illegale "Republik Serbische Krajina" ausgerufen. Serbische Freischärler und die jugoslawische Volksarmee setzten sich die ethnische "Säuberung" und die Angliederung kroatischen Territoriums an Serbien zum Ziel. Die Folgen: 15.000 kroatische Todesopfer, 180.000 zerstörte Häuser, Tausende zerstörter Kirchen, 33 Mrd. Euro Kriegsschäden, ein Drittel des kroatischen Staatsgebiets wurde okkupiert. Nach jahrelangen Vertreibungen von insgesamt ca. 100.000 Kroaten und anderen Nicht-Serben, massenhaften Morden an Zivilisten und Bombardierungen folgte im Sommer 1995 die Gegenoffensive. In wenigen Tagen befreite die kroatische Armee das besetzte Territorium zurück. Ca. 150 Menschen – auch Zivilisten – kamen ums Leben; mehrere zehntausende Serben flüchteten bzw. wurden planmäßig von der serbischen und jugoslawischen Armee evakuiert, weil Slobodan Milosević eroberte Gebiete in Bosnien & Herzegowina und im Kosovo besiedeln wollte. Viele aufständische Serben haben sich schwerster Kriegsverbrechen schuldig gemacht und flüchteten mitsamt ihrer Familien vor Kroatiens Justiz. Andere akzeptierten das unabhängige, demokratische Kroatien nicht und verließen aus diesem Grund Kroatien in Richtung Serbien bzw. Bosnien und Herzegowina.

Kroatien verteidigte seine territoriale Integrität und stellte die verfassungsmäßige Ordnung innerhalb der vom UN-Sicherheitsrat anerkannten Staatsgrenzen Kroatiens wieder her. Niemals betrat ein kroatischer Soldat serbisches Territorium. Die von General Gotovina befehligte Operation "Sturm" ("Oluja") symbolisiert in Kroatien den Wendepunkt des nationalen Befreiungskriegs gegen die serbischen Aggressoren und Besatzer. Durch den anschließenden Sieg über die Armee der bosnischen Serben wurde die Belagerung der Stadt Bihać beendet und ein weiterer Massenmord an Bosniaken wie in Srebrenica verhindert. Vor dem Hintergrund der Größe der militärischen Aktion, der Ausbreitung des befreiten Territoriums sowie des Umfangs der beteiligten Truppen sprechen Militärexperten von vergleichsweise geringen Opferzahlen. Erstmals in der Menschheitsgeschichte steht eine siegreiche Armee vor Gericht. Die beiden nun in Den Haag verurteilten kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač hätten laut Urteil – zusammen mit dem verstorbenen Staatsgründer Tudjman – an einem «gemeinsamen verbrecherischen Unternehmen» teilgenommen, dessen Ziel die gewaltsame Entfernung der serbischen Bevölkerung aus Kroatien gewesen sei.

Kontakt für Presseanfragen:
Mijo Marić, Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V.; Leonhardtstr. 17, 14057 Berlin, www.cwc-hsk.de; Tel.: +49(0)30 3497 3582; Fax: +49(0)391-25 88 16 88, Mobil: +49(0)151-1210 8224; Ova e-mail adresa je zaštićena od spambota. Potrebno je omogućiti JavaScript da je vidite.

Über den Kroatischen Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD):
Als Dachverband mit ca. 100 Mitgliedervereinen ist der Kroatische Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD) ein freiwilliger Zusammenschluss der kroatischen Vereine und Körperschaften in Deutschland. Er hat die Aufgabe, den Integrationsprozess der Kroaten im Gast- und neuen Heimatland zu fördern, aber auch das kulturelle und geistige Erbe der Kroaten zu bewahren. Der KWKD vertritt die Interessen von ca. 400.000 Kroaten und kroatischstämmigen Menschen in Deutschland; die fünftgrößte Migrantengruppe Deutschlands überhaupt und die größte Ex-Jugoslawiens. Seine Vorstandsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und überparteilich.

Der KWKD wurde in den Bundesbeirat für Integration berufen und vertritt die kroatische Migrantengruppe beim Integrationsgipfel im Kanzleramt und beim Integrationspolitischen Dialog der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.

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