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FRANKFURT AM MAIN - Am gestrigen Samstag demonstrierten auf dem Frankfurter Römer an die 1000 Kroaten gegen die vor einem Monat ausgesprochenen erstinstanzlichen Verurteilungen der kroatischen Generäle Mladen Markac und Ante Gotovina. Mit transparenten wie „Vukovar 1991 = Den Haag 2011“ oder „Opfer und Täter auf einer Anklagebank?“ zeigten die versammelten Kroaten ihren Unmut.

Im Namen des Organisators sagte Mijo Maric, der Vorsitzende des Kroatischen Weltkongresses in Deutschland: „Wir wollen der deutschen Öffentlichkeit klarmachen, dass die Befreiungsaktion Oluja kein  ‚gemeinsames verbrecherisches Unterfangen‘  war, wie es dem Urteilsspruch gegen die kroatischen Generäle zu entnehmen ist“.

Vor den Demonstranten sprachen u.a. eine ehemalige Gefangene des serbischen Konzentrationslagers Omarska, Jadranka Cigelj, der Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Deutschland, Karl Hafen, sowie Dr. Slobodan Lang, ein renommierter kroatischer Menschenrechtler. Dr. Lang forderte den kroatischen Präsidenten Josipovic und die Premierministerin Kosor dazu auf, einen Juristenrat für die Verteidigung der kroatischen Generäle zu gründen als auch selbst Verantwortung im weiteren Verteidigungsprozess zu übernehmen.

Der Kroatische Weltkongress in Deutschland plant in den kommenden Wochen weitere Demonstrationen durchzuführen, u.a. in Stuttgart, München und Den Haag.

Mario Juricevic

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