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Ratko Mladić und Radovan Karadžić - die Schlächter von Bosnien

Kroatischer Weltkongress in Deutschland (KWKD) begrüßt längst überfällige Verhaftung von Ratko Mladić. Auslieferung des zweiten serbischen Kriegsverbrechers Goran Hadžić steht noch aus für EU-Kandidatenstatus Serbiens. Erweiterung der ICTY-Anklage um Verbrechen in Kroatien notwendig.

Der Kroatische Weltkongress in Deutschland (KWKD) begrüßt die längst überfällige Verhaftung des serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladić. Die Verhaftung eines der schlimmsten Kriegsverbrecher der Nachkriegsgeschichte ist ein wichtiger erster Schritt zur Gerechtigkeitsfindung, Genugtuung für die Opfer, und zur Stabilisierung des Friedens in der gesamten Region. Nach jahrelangen Ankündigungen über eine bevorstehende Verhaftung, leeren Versprechungen und endlosen Verzögerungen hat Serbien endlich einen der beiden gesuchten serbischen Kriegsverbrecher verhaftet. Jedoch steht noch die Verhaftung des zweiten gesuchten serbischen Kriegsverbrechers Goran Hadžić aus, der für schwerste Kriegsverbrechen in Kroatien verantwortlich gemacht wird.

KWKD-Vorsitzender Mijo Marić: "Irritierend ist, dass einige EU-Politiker von der Beseitigung letzter Hindernisse für eine EU-Kandidatur Serbiens sprechen, ohne die notwendige Verhaftung Goran Hadžić zu fordern. Europa hat sich Anfang der 90-er Jahre mitschuldig gemacht, als es serbische Massenmorde und Zerstörungen nicht verhinderte. Insbesondere das britische und das niederländische Polit-Establishment haben sich mit ihrer Unterstützung des serbischen Aggressors die Hände blutig gemacht. Nun darf die internationale Gemeinschaft den kroatischen Opfern von Goran Hadžić nicht erneut ins Gesicht spucken, sondern muss weiterhin seine Auslieferung fordern. Peinlich genau wurde auf die Erfüllung aller ICTY-Forderungen seitens des Opfers Kroatien gepocht. Ein Entgegenkommen dem Aggressor Serbien gegenüber wäre heute eine weitere Schande für Europa und eine erneute Beleidigung für die Opfer. Nicht zuletzt wurde bestätigt, dass Serbien die Welt seit 15 Jahren an der Nase herum führt und Mladić sich die gesamte Dauer in der Region aufgehalten hat.“

Mladić´s `blutige Karriere` begann in Kroatien, wo ihm seine Kriegsverbrechen den Generals-Rang eingebracht haben. Laut kroatischer Staatsanwaltschaft haben seine Einheiten 1991 die kroatischen Orte Kijevo, Vrlika, Maljkovo, Potravlje, Šatrić i Dabar dem Erdboden gleichgemacht. Auch für das blutige Massaker in der kleinen kroatischen Ortschaft Škabrnja am 18. November 1991 mit insgesamt 84 Todesopfern wird Mladić verantwortlich gemacht. Zwischen 1991 und 1992 sei er für die massive Bombardierung der kroatischen Küstenstadt Zadar verantwortlich gewesen. Später organisierte er die Zerstörung des Staudamms Peruča mit 30 Tonnen Sprengstoff, mit dem Ziel, flussabwärts großflächig die Gebiete um Sinj, Trilj i Omiš mit knapp 50.000 Einwohnern zu zerstören. Darüber hinaus gab er Befehl, die Ortschaften Donji Zemunik, Zadar, Posedarje, Slivnica Donja/Gornja, Pridraga, Rupalj, Galovac und Kali auf der Insel Ugljan anzugreifen. 1995 habe Mladić als Befehlshaber der serbischen Armee in Bosnien und Herzegowina den Raketenangriff auf die kroatische Stadt Požega befohlen. "Demnach ist es unbedingt notwendig, die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehem. Jugoslawien (ICTY) auch um Mladić´s Verbrechen in Kroaten zu erweitern“, so der KWKD-Vorsitzende Mijo Marić. Derzeit ist Mladić nur für seine Verbrechen in Bosnien & Herzegowina angeklagt.


Für Interviewanfragen und weitere Auskünfte steht Ihnen Hr. Mijo Marić (Vorsitzender KWKD, Vice President for Europe - Croatian World Congress) zur Verfügung (Tel: 030-3497 3582).

Über den Kroatischen Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD):

Als Dachverband mit ca. 100 Mitgliedervereinen ist der Kroatische Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD) ein freiwilliger Zusammenschluss der kroatischen Vereine und Körperschaften in Deutschland. Er hat die Aufgabe, den Integrationsprozess der Kroaten im Gast- und neuen Heimatland zu fördern, aber auch das kulturelle und geistige Erbe der Kroaten zu bewahren. Der KWKD vertritt die Interessen von ca. 400.000 Kroaten und kroatischstämmigen Menschen in Deutschland; die fünftgrößte Migrantengruppe Deutschlands überhaupt und die größte Ex-Jugoslawiens. Seine Vorstandsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und überparteilich. Der KWKD wurde in den Bundesbeirat für Integration berufen und vertritt die kroatische Migrantengruppe beim Integrationsgipfel im Kanzleramt und beim Integrationspolitischen Dialog der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.

Kontakt:

Mijo Marić, Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V.; Leonhardtstr. 17, 14057 Berlin

Tel.: +49(0)30 3497 3582; Fax: +49(0)391-25 88 16 88, Mobil: +49(0)170-202 74 05; Ova e-mail adresa je zaštićena od spambota. Potrebno je omogućiti JavaScript da je vidite.; www.cwc-hsk.de

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