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Stuttgart: Kroatischer Weltkongress und kroatische Vereine demonstrieren am Samstag gegen das skandalöse Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs

Der Kroatische Weltkongress in Deutschland (KWKD) ruft gemeinsam mit kroatischen Vereinen aus Baden-Württemberg am Samstag, den 21. Mai 2011 um 15:00 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart zur Demonstration gegen das Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für Ex-Jugoslawien (ICTY) auf. Tausende werden dem Urteil medienwirksam die Rote Karte zeigen. Weltweite Proteste von Diaspora-Kroaten halten an.
Auch fünf Wochen nach dem erstinstanzlichen Urteil des ICTY in Den Haag erheben weltweit Kroaten ihre Stimme gegen die Verurteilung der kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač und die Gleichstellung von Aggressor und Opfer. Hunderttausende Menschen protestierten in vielen Städten Kroatiens. Die ca. vier Millionen Diaspora-Kroaten weltweit wehren sich ebenfalls gegen die Diskreditierung einer legitimen militärischen Befreiungsaktion von Besatzern als „gemeinsame kriminelle Unternehmung“. Kürzlich demonstrierten in Deutschland 500 Menschen vor dem Auswärtigen Amt in Berlin und 700 auf dem Römer in Frankfurt. Tausende kroatisch-stämmige Menschen gingen bereits in Wien, New York, Los Angeles, Sydney, Melbourne und Ottawa auf die Straße. In Stuttgart werden Tausende Diaspora-Kroaten erwartet. Weitere Protestaktionen sind in München, Bonn und Den Haag in Vorbereitung.
Mit der größten Demonstration nach 1991 will der allergrößte Teil der ca. 400.000 Menschen mit kroatischen Wurzeln, die zu den am Besten integrierten Migranten in Deutschland gehören, ein positives Bild des Widerstands setzen. Aufgerufen haben Kroaten der zweiten und dritten Generation der fünftgrößten Migrantengruppe Deutschlands, junge Hochschul-absolventen und Intellektuelle. Medienwirksam werden die Demonstranten gleichzeitig dem ICTY unter dem Motto „Keine Versöhnung durch Faktenfälschung“ die Rote Karte zeigen. Musikalisch begleitet wird die Kundgebung vom kroatischen Frauenchor „Filiae Croatiae“ aus Stuttgart. Folgende Redner werden sprechen:
1) Petar Hinić (Vorsitzender Kroatische Kultur-Gesellschaft Stuttgart)
2) Prof. Dr. Zvonimir Šeparović (ehem. Außen- und Justizminister Kroatiens; Vorsitzender Croatian Society of Victimology; Spezialist für Internationales Strafrecht, Senatsmitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste).
3) Željko Glasnović (hochdekorierter kroatischer General; diente bis 1991 als professioneller Soldat der kanadischen Armee).
Für Interviewanfragen und weitere Auskünfte steht Ihnen Hr. Mijo Marić (Vorsitzender KWKD, Vice President for Europe - Croatian World Congress) zur Verfügung (Tel: 030-3497 3582).
Hintergrund: Als Reaktion auf Kroatiens Unabhängigkeitserklärung 1991 und die internationale Anerkennung hatten serbische Aufständische in Kroatien die illegale "Republik Serbische Krajina" ausgerufen. Serbische Freischärler und die jugoslawische Volksarmee setzten sich die ethnische "Säuberung" und die Angliederung kroatischen Territoriums an Serbien zum Ziel. Die Folgen: 15.000 kroatische Todesopfer, 180.000 zerstörte Häuser, Tausende zerstörter Kirchen, 33 Mrd. Euro Kriegsschäden, ein Drittel des kroatischen Staatsgebiets wurde okkupiert. Nach jahrelangen Vertreibungen von insgesamt ca. 100.000 Kroaten und anderen Nicht-Serben, massenhaften Morden an Zivilisten und Bombardierungen folgte im Sommer 1995 die Gegenoffensive. In wenigen Tagen befreite die kroatische Armee das besetzte Territorium zurück. Ca. 150 Menschen – auch Zivilisten – kamen ums Leben; mehrere zehntausende Serben flüchteten bzw. wurden planmäßig von der serbischen und jugoslawischen Armee evakuiert, weil Slobodan Milošević eroberte Gebiete in Bosnien & Herzegowina und im Kosovo besiedeln wollte. Viele aufständische Serben haben sich schwerster Kriegsverbrechen schuldig gemacht und flüchteten mitsamt ihrer Familien vor Kroatiens Justiz. Andere Serben akzeptierten das unabhängige, demokratische Kroatien nicht und verließen aus diesem Grund Kroatien in Richtung Serbien bzw. Bosnien und Herzegowina.
Somit kann es keine „ethnische Säuberung“ gegeben haben, wie das ICTY-Urteil konstatiert. Kroatien verteidigte seine territoriale Integrität und stellte die verfassungsmäßige Ordnung innerhalb der vom UN-Sicherheitsrat anerkannten Staatsgrenzen wieder her. Die von General Gotovina befehligte Operation "Sturm" ("Oluja") symbolisiert in Kroatien den Wendepunkt des nationalen Befreiungskriegs gegen die serbischen Aggressoren und Besatzer. Niemals betrat ein kroatischer Soldat serbisches Territorium. Durch den anschließenden Sieg über die Armee der bosnischen Serben wurde die Belagerung der Stadt Bihać in Bosnien und Herzegowina und ein weiterer Massenmord an Bosniaken wie in Srebrenica verhindert. Vor dem Hintergrund der Größe der militärischen Aktion, der Ausbreitung des befreiten Territoriums sowie des Umfangs der beteiligten Truppen sprechen Militärexperten von vergleichsweise geringen Opferzahlen. Erstmals in der Menschheitsgeschichte steht eine siegreiche Armee vor Gericht. Die beiden nun in Den Haag verurteilten kroatischen Generäle Ante Gotovina und Mladen Markač hätten laut Urteil – zusammen mit dem verstorbenen Staatsgründer Tudjman – an einem «gemeinsamen verbrecherischen Unternehmen» teilgenommen, dessen Ziel die gewaltsame Entfernung der serbischen Bevölkerung aus Kroatien gewesen sei.
Mijo Marić (Dipl.-Kfm.)
Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD)
Vorsitzender
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