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Kroatischer Weltkongress in Deutschland (KWKD) entsetzt über massive Störung der Karfreitagsprozession von Gläubigen Kroaten in Frankfurt/Main
Kroatischer Weltkongress in Deutschland (KWKD) entsetzt über massive Störung der Karfreitagsprozession von Gläubigen Kroaten in Frankfurt/Main. Entschuldigung der Grünen Jugend und Landtags-Vize Sarah Sorge gefordert. Nicht tolerierbare religiöse Intoleranz. Freie Religionsausübung zentrales Anliegen der Kroaten.
Am diesjährigen Karfreitag hatte die Kroatische Katholische Gemeinde in Frankfurt am Main - wie jedes Jahr - eine Prozession auf dem Römer angemeldet und ist dabei in der Ausübung ihrer religiösen Grundrechte massiv behindert worden. Eine dortige Versammlung des hessischen Landesverbandes der Grünen Jugend richtete sich zunächst gegen das hessische Tanzverbot in Gaststätten zu Ostern, und gegen die Ankündigung der Stadt Frankfurt, das Verbot zu überwachen. Auch die hessische Landtagsvizepräsidentin Sarah Sorge habe über Facebook und mit einer Presseerklärung zu der Demonstration auf dem Römer gegen das Tanzverbot aufgerufen. Aus dieser, allen Anschein nach, nicht genehmigten Demonstration heraus ist es zu massiven Übergriffen gegen Mitglieder der kroatischen Gemeinde in der Karfreitagsprozession gekommen, die in verbalen Entgleisungen ergingen. Durch schrilles Gekreische, mobile Musikanlagen und Handtrommeln wurden die friedlich betenden Menschen mit kroatischem Migrationshintergrund
stark gestört. Viele Gläubige waren über das verhöhnende Verhalten zutiefst schockiert. Zudem nahm die Versammlung Raumkapazitäten auf dem Römer in Anspruch, die für die Prozession
gedacht waren und blockierte die störungsfreie Aufstellung der Prozession und deren Ablauf.
"Wir sind entsetzt über diesen Vorfall! Die freie Religionsausübung ist für die kroatische Gemeinde in Deutschland aus historischen Gründen ein zentrales Anliegen. Die Tatsache, dass am Karfreitag eine Prozession der Kroatischen Katholischen Gemeinde Frankfurt/Main auf dem Römer durch die Jugendorganisation der Partei Bündnis 90/Die Grünen massiv gestört worden ist, zeugt von religiöser Intoleranz und weist auf undemokratische Tendenzen hin, die nicht zu tolerieren sind. Dieses Verhalten verurteilen wir entschieden“, betont Dr. Siniša Kušić, Vizepräsident des Kroatischen Weltkongresses in Deutschland (KWKD). Inzwischen hat ein Frankfurter Rechtsanwalt, der sich unter den Prozessionsteilnehmern befand, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Eine rechtliche Überprüfung stehe jetzt an. "Die Tatsache, dass sich die Justiz des Themas annimmt ist wichtig, aber wir mahnen auch politische Konsequenzen an. Zumindest eine öffentliche Entschuldigung der Grünen-Verantwortlichen auf Landesebene ist notwendig“, so Kušić weiter.
Die freie Religionsausübung ist in der Zeit der kommunistischen Diktatur im ehemaligen Jugoslawien erheblich eingeschränkt gewesen. Das öffentliche christliche Glaubensbekenntnis zog gesellschaftliche bzw. politische Repressalien nach sich, die unter anderem in Morden, politischen Schauprozessen und Haftstrafen mündeten. Im kollektiven Gedächtnis der Kroaten ist der Wunsch nach religiöser Freiheit daher zentral. Die Bundesrepublik Deutschland war und ist für die Kroaten ein Ort der Freiheit und ein enger Partner Kroatiens. Das Bekenntnis zur Bundesrepublik seit den 60er Jahren hatte neben der kulturellen und wirtschaftspolitischen, immer auch eine wichtige religiöse Komponente.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Christian Wagner im hessischen Landtag hat einen offenen Brief an die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, zugleich Präses der Synode der Evangelischen Kirche (EKD), gerichtet. KWKD-Vorsitzender Mijo Marić: "Wir sind sehr gespannt auf die längst überfällige Stellungnahme, weil es um eine schwerwiegende Diskriminierung der fünftgrößten Migrantengruppe in Deutschland geht, die allgemein als sehr gut integriert gilt. Unsere ständigen Bemühungen, auf eine möglichst gute Integration der knapp 400.000 Menschen mit kroatischen Wurzeln hinzuwirken werden ad absurdum geführt. Während wir vorbildhaftes Verhalten von den Kroaten in Deutschland fordern, verhalten sich Teile des deutschen Polit-Establishments in diesem Fall höchst fragwürdig. Ich werde diesen Zwischenfall bei der kommenden Sitzung des Beirats der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zur Sprache bringen.“
Für Interviewanfragen und weitere Auskünfte zu diesem Thema steht Ihnen Hr. Dr. Siniša Kušić (Vizepräsident KWKD) zur Verfügung (Tel: 0170-3326405).
Über den Kroatischen Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD):
Als Dachverband mit ca. 100 Mitgliedervereinen ist der Kroatische Weltkongress in Deutschland e.V. (KWKD) ein freiwilliger Zusammenschluss der kroatischen Vereine und Körperschaften in Deutschland. Er hat die Aufgabe, den Integrationsprozess der Kroaten im Gast- und neuen Heimatland zu fördern, aber auch das kulturelle und geistige Erbe der Kroaten zu bewahren. Der KWKD vertritt die Interessen von ca. 400.000 Kroaten und kroatischstämmigen Menschen in Deutschland; die fünftgrößte Migrantengruppe Deutschlands überhaupt und die größte Ex-Jugoslawiens. Seine Vorstandsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich und überparteilich. Der KWKD wurde in den Bundesbeirat für Integration berufen und vertritt die kroatische Migrantengruppe beim Integrationsgipfel im Kanzleramt und beim Integrationspolitischen Dialog der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.
Kontakt:
Mijo Marić, Kroatischer Weltkongress in Deutschland e.V.; Leonhardtstr. 17, 14057 Berlin
Tel.: +49(0)30 3497 3582; Fax: +49(0)391-25 88 16 88, Mobil: +49(0)170-202 74 05; Ova e-mail adresa je zaštićena od spambota. Potrebno je omogućiti JavaScript da je vidite.; www.cwc-hsk.de